In der Schweiz wird pro Kopf dreimal so viel Abfall produziert wie noch vor 50 Jahren. Mehr als die Hälfte (52 %) wird getrennt gesammelt und recycelt. Dies geht aus den neuesten Statistiken zu den Siedlungsabfällen (Hausmüll sowie ähnlich zusammengesetzter Kehricht aus Industrie und Gewerbe) hervor, die das BAFU am 25. November 2025 veröffentlicht hat.

Die aktuellen Zahlen zeigen zudem hohe Recyclingquoten, insbesondere bei Getränkeverpackungen (Glas, Aluminium und PET). Die Verwertungsquoten liegen bei 100 Prozent für Glas, bei 90 Prozent für Getränkedosen und bei 84 Prozent für PET-Getränkeflaschen. Damit übertreffen sie die in der Verordnung über Getränkeverpackungen geforderten 75 Prozent deutlich. Darüber hinaus recycelte jede Person in der Schweiz im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 130 kg Papier und Karton, was einer Recyclingquote von 85 Prozent entspricht.

Trotz hoher Recyclingquoten hat die Abfallmenge in der Schweiz erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Abfallvermeidung und Materialkreisläufe sind daher aus ökologischer Sicht besonders wichtig. Eine Kreislaufwirtschaft ist nach wie vor zentral, um die Abfallmenge zu senken.

Mindestquoten für Getränkeverpackungen

Die Verordnung vom 5. Juli 2000 über Getränkeverpackungen (VGV) schreibt für Getränkeverpackungen aus Glas, PET und Aluminium eine Verwertungsquote von mindestens 75 Prozent vor. Wird dieser Mindestanteil nicht erreicht, kann das UVEK ein Pfand einführen.

Die Verwertungsquote gibt Aufschluss darüber, welcher Anteil (gemessen am Gewicht) an Getränkeverpackungen aus einem bestimmten Material, die in der Schweiz im Laufe eines Kalenderjahres abgegeben worden sind, stofflich verwertet wurde.

Erläuterungen zur Methodik der Abfallstatistiken